Shisha Gewinde - Welche Arten gibt es?

Clickverschluss / Klickverschluss:

Das Klickgewinde ist die angenehmste Art des Shishaverschlusses, wenn man die Preis-Leistungsvariable nicht vernachlässigen möchte. Zum einen bietet das Klickgewinde einen sicheren Halt beim Tragen der Pfeife, zum anderen eine ausreichende Dichtfunktion um unangenehme Störgeräusche und Lufteintritte auszuschließen.Dennoch ist es anzumerken, dass Klickverschlüsse in der Produktion von Pfeifen einen leicht erhöhten Kostenfaktor, im Vergleich zu herkömmlichen Schraubgewinden darstellen. Verbauen lassen sich Klickgewinde als außenliegende und innen liegende Bajonettverschlüsse, der Unterschied beläuft sich lediglich auf das Design der Pfeife, bei denen in der Regel innen liegende Verschlüsse die Base, auf Grund der versteckten Verlagerung der Funktion, breiter erscheinen lassen. Auf Grund langjähriger Erfahrung ist es für den Privatgebrauch ratsam, trotz des gering erhöhten Anschaffungspreis zu einem Klickverschluss zu greifen. Letztendlich verändert der Verschluss nicht das Rauchverhalten. Ein Klickverschluss ist gleichzusetzen mit konventionellen Schraubgewinden, doch bietet eine angenehmere und schnellere Handhabung beim Zusammensetzten und Auseinanderbauen der Pfeife.

Feingewinde:

Feingewinde sind ein Sinnbild für die Verschlüsse erster moderner Pfeifen aus Messing, Aluminium und Edelstahl. Vorteil des Feingewindes ist ein extrem gutes Dichtverhalten zwischen den verwendeten Pfeifenkomponenten, sowie präzises und stabiles Verbinden der Bauteile. Gegenüber anderen Gewinden und Verschlüssen ist die erhöhte Zugfestigkeit und Dichtheit ein herausragender Vorteil. Dennoch muss beachtet werden, dass Feingewinde auf Grund der filigranen Gewindeläufe sehr anfällig für Schäden sind. Besonders bei häufiger Nutzung, ist auf Grund der umständlich langen Einschraubzeit und der damit verbundenen Belastung der Gewindelaufbahn, von einem Feingewinde abzuraten. Ganzheitlich betrachtet sind Feingewinde für Pfeifen lediglich für statische Komponenten zu empfehlen, dessen Verschrauben selten benötigt wird und nicht bei jeder Nutzung der Pfeife belastet wird. Hierbei ist auf das M16x1 Gewinde zu verweisen, welches als Normgewinde für Schlauchadapter und Rauchsäulen genannt werden kann. Diese Gewindenorm wird höchst selten zum Verschrauben der Base und Bowl benutzt und trifft nicht die genaue Bedeutung eines Feingewindes, dennoch besser als die Beschreibung als Grobgewinde. Das M16x1 ist für Schlauchadapter und Rauchsäule moderner Pfeifen kaum exkludierbar und extrem nützlich.

Grobgewinde:

Das Grobgewinde entwickelte sich vereinfacht gesagt, aus dem für erste moderne Pfeifenmodelle genutzten Feingewinde. Oftmals wird das Grobgewinde als Kompromiss zwischen dem althergebrachten Feingewinde und dem neuartigen Klickverschluss betrachtet. Es ermöglicht die Verschmelzung beider Verschlussvarianten, indem zum einen die annähernde Festigkeit und Dichtheit eines Feingewindes erreicht wird, dennoch die Langlebigkeit durch gröbere Gewindezüge erhöht wird, sowie dem Benutzer der Komfort durch den erheblich kürzeren Schraubweg ermöglicht wird. Vergleicht man das Schraubgewinde mit einem Klickgewinde ist der günstigere Anschaffungspreis und die hohe Belastbarkeit bei außerordentlich hoher Benutzungshäufigkeit, wie der Verwendung im Gastrobereich, das Entscheidungskriterium zur Wahl des Grobgewindes. Für den privaten Gebrauch ist der Unterschied zwischen Grobgewinden und Klickverschlüssen gering, dennoch wird im Durchschnitt die Wahl des Klickverschlusses empfohlen.

Glas- und Metallschliff:

Glas und Metallschliffe sind ein vergleichbar neuer Bestandteil moderner Pfeifen. Stammend aus der Labortechnik ermöglicht der Schliff das Zusammenstecken von unterschiedlichen Materialien wie z. B. Glas, Metall und Keramik. Hierbei wird die Oberflächenbeschaffenheit der Materialien durch Ätzen oder Schleifen verändert und sorgt dafür, dass zwischen den rauen Reibflächen der Bauteile eine perfekt aufliegende und luftdichte Verbindung entstehen kann. Glasschliffe werden mit geringen Ausnahmen bei jeglichen Glaspfeifen verwendet um einzelne Körperbauteile zu verbinden. Seitdem hybride Pfeifen aus Metall und Glas Einzug in die Shishawelt feierten, werden Schliffe immer beliebter. Genutzt werden sie um die Anpassungsfähigkeit und Adaptierbarkeit an Zubehör, wie Molassefänger Vorkühler etc. zu gewährleisten und den Komfort des kinderleichten und dichten Zusammenstecken der Bauteile zu nutzen. Ein Nachteil, sowie Vorteil ist die leichte Trennung der Bauteile. Der Schliff hält lediglich seine Dichtheit, wenn er nicht auseinandergezogen wird. Daher ist die Nutzung von Shishas mit Schliff an der Rauchsäule im Gastrobereich sehr eingeschränkt, da das Anheben an Stellen wie der Rauchsäule nicht möglich ist und somit das Tragen und der Transport im verbauten Zustand verkompliziert. Des Weiteren erzeugen Schliffe bei der Herstellung einer Metallshisha enorme Zusatzkosten, welche sich natürlich auf den Preis der Shisha niederschlagen. Dadurch ist zu raten, dass die Wahl einer Shisha mit Metallschliff ein „Must Have“ für jeden Sammler und Profi seinen muss, bzw. für den Nutzer der eine langfristige Verwendung anstrebt und seine Shisha Schritt für Schritt individualisieren und erweitern möchte. Anfängern und geringfügigen Nutzern ist mit Hinsicht auf den Preis und die nicht fixierten Bestandteile davon abzuraten. Besitzer und Interessenten für Glasshishas werden kaum eine Möglichkeit besitzen auf Schliffe zu verzichten. Bei Glas ist von Natur aus Vorsicht angesagt, sodass Schliffe als elegante Verbindung die perfekte Verbindungstechnik darstellen.

Kugelsteckverschluss:

Der Kugelsteckverschluss eine der seltensten, neusten und innovativsten Verschlüsse ist der Kugelsteckverschluss. Ähnlich wie bei traditionellen Shishas wird die Base in die Bowl gesteckt, nur nicht wie man es bei Tradipfeifen gewohnt ist mit einer Dichtung, sondern einem ausgeklügelten Kugelsystem. Steckt man die Base in das vorgerichtete Bowlverbindungsstück, wird automatisch ein Ring, der Gegendruck von einer Spirale erhält hinuntergedrückt. Mit Hinunterdrücken des Ringes wird die Blockade zwischen den integrierten Kugeln gelöst und ermöglicht das Heraustreten der Kugeln, welche nun die Pfeife gesamte Pfeife halten. Nur mit starkem Druck können die Komponenten wieder getrennt werden, was ein sorgloses Tragen garantiert. Offensichtliche Vorteile des Verschlusses sind das einfache Zusammenstecken und Auseinanderbauen der Bauteile. Doch das elegante System ermöglicht es die Base 360 Grad um die eigene Achse zu drehen. Dies ist besonders nützlich, damit sowohl der Schlauch ohne Abknicken herumgereicht werden kann, zum Anderen der Widerstand des Schlauches beim Herumgeben nicht das Gewinde minimal öffnet. Nachteil dieses Systems ist die zum eine hohe Komplexität bei der Herstellung, welches einen sehr hohen Anschaffungspreis nach sich zieht, zum anderen die eingeschränkte Adaptierbarkeit an andere Hersteller, sowie der Ersatzteilsicherung, da es als eines der seltensten Verschlussarten verwendet wird. Darüber hinaus erfordert die Technik viel Platz in der Base und wirkt im Auge des Betrachters möglicherweise klobig. Ob sich der Kugelverschluss langfristig durchsetzt, bleibt abzuwarten, nichtsdestotrotz ist es Geschmackssache und eine Frage nach der dicke der Geldbörse ob diese Verschlussart in Frage kommt. Zweifelsfrei kann aber behauptet werden, dass die Vorteile, wie beim pneumatischen Verschluss extrem, sehr aussagekräftig sind.

Pneumatischer Verschluss:

Wie der Kugelverschluss ist auch der pneumatische Verschluss eine der neuesten Innovationen in der Shishawelt. Der Begriff pneumatisch klingt sehr hochtrabend, doch bezeichnet im Grunde die Verschlusstechnik, die man alltäglich von Gartenschläuchen oder Druckluftanschlüssen kennt. Wer sich schon einmal mit dieser Technik auseinandergesetzt hat, wird merken, dass es zwei extrem sinnvolle Vorteile mit sich bringt. Der erste Vorteil ist, dass sich die Base 360 Grad um die eigene Achse drehen lässt. Dies ist besonders nützlich, damit sowohl der Schlauch ohne abknicken herumgereicht werden kann, zum anderen der widerstand des Schlauches beim herumgeben nicht das Gewinde minimal öffnet. Der zweite Vorteil ist auf das schnelle Verbinden und Trennen der Bauteile zurückzuführen. Ein großes Manko dieser Technik ist der in Anspruch genommene Platz für die Technik in der Base, welche die Shisha deutlich wuchtiger erscheinen lässt. Darüber hinaus wird man mit einem extrem hohen Preis konfrontiert. In vereinzelten fällen wird berichtet, dass die Dichtheit der Verbindung nicht immer gegeben ist. Auf eigene Erfahrungen zurückzuführen, ist der pneumatische Verschluss ein absolut geniales System für moderne Pfeifen. Probleme mit der Dichtheit konnten persönlich nicht festgestellt werden. Ob es einem persönlich Wert ist deutlich mehr Geld auf den Tresen zu legen um solch eine Pfeife zu besitzen sei dahingestellt, doch abschließend kann gesagt sein, dass sowohl der Kugelverschluss als auch pneumatische Verschluss eine innovative Neuerung für die Shishawelt sind und das Raucherlebnis zu etwas Besonderem machen.

Steckverschluss:

Den Steckverschluss kennt man fast ausschließlich von traditionellen Pfeifen. Hierbei wird die Base in das Glas gesteckt und mit Hilfe einer Dichtung fixiert. Besonders bei traditionellen Pfeifen werden Bowls mit aufwendigen Verzierungen versehen und sogar teilweise per Hand hergestellt. Der Steckverschluss ist somit besonders, da das Glas nicht mit einem Gewinde verklebt werden muss und universell auf viele Rauchsäulensets anwendbar ist. Nachteil eines Steckverschlusses ist, dass Dichtungen auf Grund von Alterung porös und spröde werden können und sich so die Rauchsäule vom Glas lösen kann, was so manche Bowl zum Zerschellen brachte. Steckverschlüsse findet man meistenteils bei traditionellen Shishas, somit ist die Auswahlmöglichkeit sehr beschränkt.

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